Servette Genf – Grasshopper Club Zürich 3:1 (0:0)

Die Genfer kämpfen derzeit mit den Finanzen, die Zürcher mit den Toren.
Bereits die dritte Niederlage in der noch so jungen Rückrunde wird weiterhin für Zündstoff innerhalb des Vereins sorgen. Sforza hatte nach der letzten 0:2 Derby-Niederlage klar gemacht, er wolle sich nicht weiter auf der Nase herumtanzen lassen. Heute war der Mangel an Kampf und Effizienz der Schlüssel zur Niederlage…
Die Zürcher können sich diese Saison vorallem bei Xamax Neuchâtel ohne Lizenz, Servette ohne Geld und dem Sion ohne Punkte bedanken. Ohne diese Vereine, wäre der Grasshopper Club Zürich wieder ein Abstiegskandidat!!!

Obwohl die Zürcher zu Beginn bereits ihre erste hochkarätige Konterchance hatten, war der Chancentod wie so oft Ihr letzter Anspielpunkt. war die klar bestimmendere Mannschaft und kam immer wieder gefährlich vors Zürcher Tor. Doch für ein Tor in der ersten Halbzeit reichte es nicht.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wechselte Sforza für Izet Hajrovic ein. Der Wechsel zeigte seine Wirkung und Hajrovic war es, welcher mit einem Steilpass De Ridder lancierte und dieser herrlich in die rechte Ecke traf. Es war sein Tor-Debüt in der Super League im GC-Dress. Der Jubel reichte gerade mal 4 Minuten, ehe Roman Bürki sich zur tragischen Figur des Nachmittags krönte. Bei einem Genfer Angriff eilte der GC-Hüter aus dem Tor und wollte den Ball aus der Gefahrenzone schiessen. Doch Mitspieler Lang stand im Weg und der Ball prallte dummerweise Ismaël Yarthey vor die Füsse, welcher ohne Mühe zum 1:1 vollendete.

Mit 2 Toren in der Nachspielzeit hatten sich die Hoppers nun denn endgültig aus der Partie verabschiedet. Eine Freistosssituation und ein Konter liessen die GC Abwehr alt aussehen. Davidé Callà, der heute sein Comeback gab, hatte sich im mit dem Schweizer Fernsehen klar geäussert: “Jetzt müssen wir das Spiel analysieren, die Fehler begutachten und vor allem auch ansprechen. In der nächsten Runde haben wir ein weiteres Heimspiel bei dem wir den Gegner vom Platz fegen müssen. Nichts anderes, es müssen 3 Punkte her!”

Keine Worte mehr, wir wollen Taten sehen! Schüssed endlich Goal!
Eue GCblog.ch

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Servette – Grasshoppers 3:1 (0:0)

Stade de Genève – 6287 Zuschauer
Schiedsrichter: Bieri
Tore: 52. De Ridder (Hajrovic) 0:1. 56. Yarthey 1:1. 90. Karanovic (Freistoss De Azevedo) 2:1. 92. Eudis 3:1
Servette: Gonzalez; Rüfli, Routis, Roderick, Moubandje; Pizzinat, Nater (74. Pont); Moutinho (74. Karanovic), De Azevedo, Yarthey; Saleiro (64. Eudis) (ohne Baumann, Esteban und Kouassi)
Grasshopper Club Zürich: Bürki; Xhaka, Lang, Smiljanic, Bertucci (66. Menezes); Vogel (46. Hajrovic); Callà, Toko, Fejzulahi (86. Kehl), De Ridder; Feltscher (ohne Abrashi, Adili, Cabanas / verletzt; Pavlovic, Zuber / gesperrt; Simijonovic / krank)
Verwarnungen: 30. Saleiro (Hands). 34. Feltscher (Foul). 73. Yarthey (Foul

EXTRAZUG: Genf Servette – Grasshopper Club Zürich (19.02.12)

Für das Auswärtsspiel gegen Servette vom Sonntag 19.02.2012 (Spielbeginn 16.00 Uhr) organisiert die Interessengemeinschaft GC Züri in Zusammenarbeit mit den SBB und dem Grasshopper Club Zürich einen zu günstigen Konditionen!

Abfahrtszeiten:
• Abfahrt Zürich HB: 11.22 Uhr | Gleis 51
• Ankunft Genève-Stade: 14.38 Uhr

• Abfahrt Genève-Stade: 18.12 Uhr
• Ankunft Zürich HB: 21.07 Uhr

Extrazug-Billette:
• Erwachsene: CHF 66.-
• Halbtax-Abo & Kinder bis 16 J.: CHF 33.-
• Die Spezialbillette sind nur im Extrazug gültig
• GA`s und normale Streckenbillette sind im Extrazug gültig
• Gleis 7 ist auf dem Extrazug nicht gültig
• Billette für den Extrazug können zum Spezialpreis an jedem SBB Schalter bezogen werden
• Direkt im Extrazug können keine Billette gelöst werden
• Vorderster Wagen des Zuges ist unser Familienwagen

Match-Tickets:
• Ob es einen Match-Ticketverkauf auf dem Zug geben wird ist noch nicht bekannt.
Wenn nicht, sollte genügend Zeit vorhanden sein in Genf Tickets an der Tageskasse zu kaufen.

Fahrplanwechsel:
• Es können im 2012 definitiv keine Extrazug-Tickets mehr im Zug gekauft werden! Bitte besorgt euer Ticket im Voraus!!

Weitere Infos auf www.ig-gcz.org

INFO: Public Viewing im Escherwyss-Club!

Beim Derby vom 12. Februar 2012 im Stadion Letzigrund müssen die Fankurven geschlossen bleiben. Der FCZ hingegen bietet als Heimklub den eigenen Fans mit Saisonkarten vergünstigte Tickets in anderen Sektoren an. Den GC-Fans wird vom FCZ als Veranstalter jedoch keinen Zugang zum Stadion gewährt.

Um dieser offensichtlichen Provokation gegenüber den GC-Fans entgegenzuwirken, organisiert der Grasshopper Club Zürich wie angekündigt zusammen mit den Fanclubs, der  und dem  für seine treue Anhängerschaft ein Public Viewing in Zürich.

Das Public Viewing findet am Sonntag, 12.02.2012 ab 15.00 Uhr im Club Escherwyss an der Hardstrasse 305, 8005 Zürich statt. Der Eintritt kostet 5 Franken.
Auf ein zahlreiches erscheinen hofft der Grasshopper Club Zürich.
Gemeinsam zum Erfolg.

(Quelle: gcz.ch)

Daniël de Ridder: “Dieser Traditionsklub hat nach wie vor einen guten Ruf im europäischen Fussball.”

Im Juli 2011 hast du von Wigan Athletic zum Grasshopper Club Zürich gewechselt. Was waren die Gründe für den Wechsel in die Super League und wie hast du die Zeit in der Preamier League erlebt?
Daniël de Ridder: Es ist für jeden Fussballer etwas besonderes, in der Premier League zu spielen. Ich wollte aber regelmässig spielen, deshalb habe ich mich für einen Wechsel zum Grasshopper Club Zürich entschieden. Dieser Traditionsklub hat nach wie vor einen guten Ruf im europäischen Fussball.

Derzeit stehen die Hoppers auf dem 8 Tabellenplatz, mit 4 Punkten Rückstand auf das Mittelfeld. Was ist deiner Meinung nach in der kommenden Rückrunde noch alles möglich?
Daniël de Ridder: Alles ist möglich. Die Mannschaft verfügt über gute Qualität, jetzt müssen wir diese nur noch in den Spielen in Punkte umsetzen.

In den vergangenen Spielen warst du eine Schlüsselfigur und konntest vor allem die Jungen Spieler lenken und antreiben. Fühlst du dich wohl in deiner Rolle als Vorbild?
Daniël de Ridder: Absolut, ich fühle mich in dieser Rolle sehr wohl. Ich bin auch überzeugt, meinen besten Fussball zu zeigen, wenn ich Nebenspieler motivieren und führen kann.

Bei Wigan Athletics war das Durchschnittsalter 26.5 Jahre. Bei GC hingegen liegt er bei 23.5 Jahren. War es eine grosse Umstellung für dich, auf einmal mit so vielen jungen und talentierten Spielern wie beim GCZ zu spielen?
Daniël de Ridder: Die jetzige Situation erinnert mich eher an Ajax als an Wigan. Ich kannte das Gefühl also schon, mit jungen Kollegen zu spielen. Wichtig ist ganz einfach, dass wir die richtige Balance finden, was uns, davon bin ich überzeugt, auch gelingen wird.

(Bildquelle: fussball.ch)

Trainer Sforza hat ein Gespühr dafür, mit jungen Leuten wie bei GC zu arbeiten.
Wie ist deine Beziehung zu ihm und dem Team und kannst du Ihn für uns in deinen Worten beschreiben?
Daniël de Ridder: Ich habe eine wirklich gute Beziehung zu den Spielern, wie auch zum Trainer. Man spurt tagtäglich, dass er ein Grosser im Fussball war. Ich bewundere ihn, mit welcher Geduld und Zielstrebigkeit er mit den Jungen arbeitet und sie fördert.

Am 02. Oktober 2011 fand der berüchtigte Derbyskandal statt. Wie hast du das Spiel erlebt und gab es bereits eine solche oder ähnliche Situation in deiner Karriere?
Daniël de Ridder: Es war schrecklich für mich, diese Bilder zu sehen. Auch ich hatte schon ähnliche negative Erfahrungen gemacht, zum Beispiel bei einer Partie zwischen Ajax und Feyenoord.

Was sollte deiner Meinung nach in Bezug auf den Derbyskandal passieren oder geändert werden?
Daniël de Ridder: Dazu kann ich nicht abschliessend Stellung nehmen, mir fehlen Detailkenntnisse. Aber wahrscheinlich müsste man noch mehr in der Prävention machen und die Eintrittskontrollen und Sicherheitsvorkehrungen verstärken.

Seit dem Abriss des legendären Hardturms 2006 spielen die Hoppers nun im Letzigrund. Wie stehst du zur ganzen Debatte um den Hardturm und braucht Zürich deiner Meinung nach ein reines Fussballstadion?
Daniël de Ridder: Es ist für einen Klub sicher wichtig, ein “eigenes” Stadion zu haben, um die Kultur des Klubs leben und spüren zu können. Andererseits müssen wir mit den Gegebenheiten leben und mir persönlich gefällt auch das Stadion Letzigrund. Wenn wir gewinnen, wird er noch schöner…

Seit mehreren Jahren bist du nun als Profifussballer unterwegs und hast bereits einige Stationen hinter dir. Wie war es für dich, am Anfang deiner Karriere von der U19 in die erste Mannschaft von Ajax Amsterdam zu wechseln und für einen solchen Traditionsverein zu spielen?
Daniël de Ridder: Das war natürlich ein tolles Erlebnis, diesen Sprung zu schaffen. Das war schon eine Auszeichnung, als junger Spieler in einem Team mit bestandenen Stars zu spielen.

Weshalb bist du nicht geblieben?
Daniël de Ridder: Als junger Spieler stehen einem viele Möglichkeiten offen, die man, auch zur persönlichen Weiterentwicklung nutzen sollte. Celta de Vigo bot mir gute Perspektiven. Ich konnte auch eine weitere Sprache lernen. Aber leider war die Entwicklung dann nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Im Fussball muss man aber mit solchen Veränderungen umgehen können.

Was war bis jetzt dein schönstes Erlebnis im Fussball?
Daniël de Ridder: Der Fussball bietet sehr viele schöne Momente. Ich möchte nicht einzelne Ereignisse hervorheben.

Und was war bis jetzt dein schlimmstes Erlebnis?
Daniël de Ridder: Da gehören Verletzungen dazu, die immer schwer zu verkraften sind. Aber als besonderes negative habe ich Ausschreitungen während Fussballspielen empfunden, wir haben bereits davon gesprochen. Fussball und Gewalt gehören einfach nicht zusammen.

Zuletzt noch eine Frage, gefällt Dir Zürich und fühlst du dich wohl in dieser Stadt?
Daniël de Ridder: Die Stadt Zürich hat einen besonderen Reiz, dem ich schon nach kurzer Zeit erlegen bin. Ich freue mich schon auf die wärmere Jahreszeit, da kann man die Stadt noch viel besser geniessen. Ich fühle mich hier auch sehr wohl, weil ich mich im GC-Team sehr gut aufgenommen wurde.

 

Besten Dank für dein und weiterhin viel Erfolg und Freude bei GC!

Vorwärts GC Züri!
Euer GCblog.ch

PRESSE: An Vogels Comeback scheiden sich die Geister

Zweieinhalb Jahre nach seinem Rücktritt gibt mit bald 35 Jahren ein Comeback bei GC. Kann das gut gehen? .ch sprach mit Experten.

Bevor sich Johann Vogel mit dem damaligen Nationalcoach Köbi Kuhn überwarf, hatte er für die Schweiz 94 Länderspiele absolviert. Er spielte für GC, den PSV Eindhoven, die AC Milan, Betis Sevilla und die Blackburn Rovers. Als Vogel 1992 als 14-Jähriger seine Karriere im Hardturm begann, deutete er sogleich an, was in ihm für ein Potenzial schlummert.

Erich Vogel, damals Sportchef und der Entdecker von Johann Vogel, erinnert sich: «Wir absolvierten in Teheran gegen die iranische Olympiamannschaft ein . Als Johann in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, machte er sogleich mit einem Lattenschuss auf sich aufmerksam.» Johann Vogel sei schon mit 14 Jahren sehr selbstbewusst aufgetreten. Danach sei er aber von den Trainern immer wieder auf verschiedenen Positionen hin und her geschoben worden. «Doch dann hat sich immer mehr herauskristallisiert, dass Johann eine klassische Nummer 6 ist. Auf dieser Position braucht es die spielintelligentesten Spieler. Sie bestimmen den Rhythmus einer Mannschaft», sagt der Experte. Johann Vogel passe geradezu perfekt zu der aktuellen GC-Mannschaft. «GC hat eine sehr laufstarke Mannschaft. Doch was ihr fehlt, ist die Spielintelligenz eines Johann Vogel.»

«Er wird auch die Stärken und Schwächen des Trainers erkennen»

Erich Vogel traut seinem Namensvetter sehr viel zu. «Johann war noch nie ernsthaft verletzt. Ich denke sogar, dass er noch zwei bis drei Jahre bei GC eine zentrale und tragende Rolle spielen kann. Wenn er will, und sein Wille und Ehrgeiz waren schon immer ausgeprägt, dann wird er eine enorme Energie entwickeln und es noch einmal packen.» Johann Vogel sei technisch stark und taktisch schlau. «Kaum einer kann ein Spiel so lesen wie er. Er gewinnt die Zweikämpfe nicht mit Abgrätschen des Gegners oder mit seiner Schnelligkeit. Er gewinnt sie mit seinem Auge. Sein Antizipationsvermögen ist phänomenal», sagt der Experte des Teleclub.

«Johann Vogel wird unbeirrt seinen Weg gehen. Er ist auch psychisch unheimlich stark. Wenn er im Spiel mal einen Fehler machte, hat er sich dadurch nie destabilisieren lassen.» Erich Vogel begrüsst das Comeback. Der ehemalige Sportchef und Vizepräsident der Grasshoppers glaubt aber nicht, dass Johann Vogel demütig ewig dankbar für seine neue Chance sein werde. Für die Verantwortlichen könne er auch ein unbequemer Zeitgenosse werden. «Johann ist eine absolute Persönlichkeit. Er wird auch die Stärken und Schwächen des Trainers und der gesamten Führung erkennen und sie intern auch klar ansprechen», ist er überzeugt. Wenn Johann Vogel etwas mache, dann mache er es fast immer richtig. «Ein Fehler war nur, dass er von Eindhoven zu Milan, dann zu Betis Sevilla und schliesslich noch nach England zu den Blackburn Rovers ging», sagt Vogel. Bei diesen Vereinen habe es einfach nicht gepasst.

«Man sollte das Rad nicht zurückdrehen»

Luzerns Trainer Murat Yakin hat mit Johann Vogel als Spieler die EM 2004 in Portugal bestritten. «Wenn man eine Karriere abgeschlossen hat, sollte man das Rad nicht zurückdrehen. Aber das ist meine persönliche Meinung», sagt der Basler. Offenbar habe Vogel in seiner Karriere doch etwas verpasst. «Darüber dachte er wohl nach und will irgendetwas wiedergutmachen oder nachholen», mutmasst Yakin. Er sei in den letzten Jahren offenbar ins Grübeln gekommen. «Ich weiss nicht, was es ist. Aber es hat ihn beschäftigt, sonst hätte er das nicht gemacht», so Yakin. Er sei gespannt auf das Comeback: «Über die grossen technischen und taktischen Fähigkeiten von Johann gibt es keine Zweifel.»

«Ich frage mich, ob das ein richtiges Signal ist»

Auch FCZ-Sportchef Fredy Bickel begegnet dem Experiment mit Johann Vogel mit Skepsis. «GC bezeichnet und brüstet sich auch als Ausbildungsklub junger Talente. Ich frage mich bloss, ob das ein richtiges Zeichen und Signal ist, wenn man jetzt einen bald 35-jährigen Nachwuchstrainer wieder als Aktiven in die Mannschaft integriert und einsetzt», sagt Bickel. An den Qualitäten von Johann Vogel hat Bickel hingegen überhaupt keine Zweifel. «Ich persönlich traue ihm noch sehr viel zu», sagt der Zürcher. Wenn Vogel den Spielrhythmus wieder gefunden habe, werde er GC noch sehr viel bringen. «Taktisch und technisch ist er geradezu herausragend», sagt Bickel. Und Vogel werde mit seiner Erfahrung auch den Jungen noch sehr viel beibringen können: «Johann hat den Fussball unter der Haut. Er wird wie früher das taktische Gehirn und der Leader der Mannschaft sein.»

«Das Comeback Vogels ist eine hochspannende Geschichte»

An der Europameisterschaft 2004 war Jörg Stiel Captain der Schweizer Nationalmannschaft, und Johann Vogel sass im Spielerrat. «Er war schon damals eine grosse Persönlichkeit und ein Leader», erinnert sich der Moderator des Fussballtalks «Kick it!» im Schweizer Sportfernsehen (SSF). «Das Comeback von Johann ist für mich eine hochspannende Geschichte», sagt Stiel. Der Mannschaft von GC fehle die klassische Nummer 6 vor der Abwehr. «Keiner kann diese Rolle besser spielen und interpretieren als Johann.» Vogel sei in seiner Karriere noch nie ernsthaft verletzt gewesen. Und nach einer zweieinhalbjährigen Auszeit sei er auch nicht verbraucht. «Wenn die jungen Spieler von GC kapieren, was sie von Johann alles lernen können, dann wird das eine sehr wertvolle Erfahrung für sie», sagt Stiel.

«Es wäre grotesk, wenn es Probleme gäbe»

Der ehemalige Nationalspieler Raimondo Ponte denkt ähnlich wie FCZ-Sportchef Fredy Bickel. «GC will ein Ausbildungsklub sein und setzt jetzt auf einen bald 35-jährigen Spieler. Dass passt irgendwie nicht zusammen», sagt der heutige Trainer des FC Chiasso. Ansonsten gibt Ponte dem Experiment Vogel eine gute Chance. «Man kann nicht nur mit jungen Spielern Erfolg haben. Deshalb wird die Routine und die spielerische und die taktische Klasse von Vogel für den Verein noch sehr viel bringen», ist der Aargauer überzeugt. Die junge Mannschaft von GC habe in der Vergangenheit immer wieder Lehrgeld bezahlen müssen. Ponte denkt auch nicht, dass es zwischen GC-Trainer Ciri Sforza und Johann Vogel Probleme geben könnte. «Es war ja Ciris Idee, Vogel zurückzuholen. Da wäre es ja geradezu grotesk, wenn es zwischen diesen beiden Schwierigkeiten geben würde.» Ob das Experiment gelinge, hänge einzig und alleine mit der Fitness von Vogel zusammen. «Wenn er physisch wieder seine alte Stärke erreicht, dann wird GC noch sehr viel Freude an Johann haben.»

«Die Jungen werden Vogel genau beobachten»

Heinz Hermann, mit 117 Länderspielen Schweizer Rekordinternationaler, spricht von einem reizvollen Comeback Vogels. «Ich finde die Idee nicht schlecht», sagt der Zürcher. GC sei zwar ein Ausbildungsklub. «Aber zu dieser Ausbildung kann ein so routinierter Spieler wie Johann Vogel einiges beitragen.» Wenn Vogel ein Leader sei und den Draht zu den jungen Spielern finde, könne das Experiment durchaus Erfolg haben. «Allerdings wird auch Johann unter Beobachtung stehen. Die jungen Spieler werden genau hinschauen, was er macht oder eben nicht macht», glaubt Hermann. Auch Vogel müsse Leistung bringen, daran werde er letztendlich gemessen. Man dürfe allerdings nicht unterschätzen, dass Vogel während zweieinhalb Jahren nicht mehr gespielt habe. «Es wird eine Zeit dauern, bis er wieder seinen Rhythmus gefunden hat.» Hermann spricht aus eigener Erfahrung. «Als ich ein halbes Jahr nach meinem Rücktritt dann beim FC Aarau zurückkehrte, war das schwer. Man muss den Körper von null auf hundert wieder hochfahren und das war brutal», erinnert er sich.

«Auf dem Platz herrscht wieder die totale taktische Ordnung»

Johann Vogel hat die ganze Vorbereitung auf die Rückrunde mitgemacht. «Johann wird für den Verein und die ganze eine Bereicherung sein», prophezeit Trainer Ciri Sforza. Vogel habe in den Testspielen bereits die Führungsrolle übernommen. «Johann dirigiert, treibt an, korrigiert. Auf dem Platz herrscht wieder die totale taktische Ordnung», lobt Sforza. Vogel sei zwar physisch noch nicht ganz so weit. «Aber das ist nach einer schöpferischen Pause von über zwei Jahren nur normal», so Sforza. Er zweifle nicht eine Sekunde daran, dass das Comeback von Vogel gelingen könnte.

Quelle: Tagesanzeiger Online vom 01. Februar 2012

Vallori wechselt zu TSV 1860 München

Wie bereits gemunkelt und auch schon in unserer Rubrik “Gerüchteküche” geschrieben wurde, ist es nun offiziell! Der 29-Jährige Innenverteidiger Guillermo Vallori wechselt ablösefrei zum deutschen Bundesligisten TSV 1860 München und hat einen Vertrag bis 30. Juni 2013 mit Option auf eine Verlängerung, vorbehaltlich der Medizinischen Untersuchungen, unterschrieben. Vallori spielte seit 2007 beim Grasshopper Club Zürich und hat dabei 162 Pflichtspielen in der Super Leage absolviert. (14 Tore, 1 Eigentor und 8 Vorlagen). Im Schweizer Cup hat Vallori in nur 13 Spielen ganze 8 Tore erzielt. Wir wünschen dem Spanier alles gute für seine Zukunft und danken Ihm für seine Dienste!

Vorwärts GC Züri!
Euer GCblog.ch

Neuer GC Stadionspeaker gesucht

Der Grasshopper Club Zürich sucht einen (oder allenfalls mehrere) Nachfolger für Adrian Sutter als Stadionspeaker bei den Heimspielen der 1. Mannschaft im Stadion Letzigrund.

Du hast einen Zürcher Dialekt und bist von Deiner „radiotauglichen“ Stimme überzeugt. Bist Du unser gesuchtes Stadionspeaker-Talent? Dann melde Dich mit einem kurzen Lebenslauf (CV) und Motivationsgrund per Email an info(at)gcz.ch.

Sehar Fejzulahi neu bei GC

Der Grasshopper Club Zürich und der 26. jährige Mittelfeldspieler Sehar Fejzulahi haben sich auf einen Vertrag bis 30. Juni 2012 mit einer Option zur Verlängerung einigen können.
Fejzulahi spielte zuletzt beim FC Wil, bei dem er auf insgesamt 8 Einsätze (2 Tore) kam. Weiter spielte er beim FC Lugano (46 Einsätze) und dem FC Winterthur (48 Einsätze). Aber nicht nur die Challenge Leage ist dem Mittelfeldspieler vertraut. Auch in der Super Leage , bei den damals mitwirkenden Vereinen FC Aarau und FC Vaduz konnte der schweizerisch-kosovarische Doppelbürger seine Erfahrungen sammeln. Lange ist es her und die Frage, ob und wie er beim Grasshopper Club einschlagen und sich durchsetzten wird, bleibt offen. Klar ist aber, dass GC nicht nur im Mittelfeld Verstärkungen braucht, sondern vielmehr auch im Sturm.

Die Hoffnung stirbt zuletzt!
Vorwärts GC Züri!

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PRESSE: Lizenzentzug für Neuchâtel Xamax

Nun ist es also Gewissheit: Neuchâtel-Xamax verliert seine Lizenz. Obwohl die Super League ihren Betrieb Anfang Februar deshalb mit einer Mannschaft weniger aufnehmen muss, hat die Swiss Football League (SFL) das einzig Richtige getan. Die Spieler, die im Trainingslager in Dubai noch immer auf die Überweisung der Novemberlöhne warten, können so wenigstens ohne vertragliche Hindernisse bei einem neuen Verein unterkommen. Zurück bleiben die bitter enttäuschten Fans, ein schmuckes Stadion, das keiner mehr braucht, und die Ruinen des Lebenswerks von Monsieur Xamax, Gilbert Facchinetti.

Wer aber sind die Hauptschuldigen an der Misere auf der Maladière? Zum einen natürlich Tschagajew selbst, der von märchenhaften Reichtümern aus 1001 Nacht spricht und gefälschte Bankgarantien aus dem Ärmel schüttelt, am Ende aber doch nicht zahlen kann oder will. Zum anderen der frühere Xamax-Besitzer Sylvio Bernasconi, der den Klub ausgerechnet an Tschagajew verhökerte. An einen Mann, der sich damals noch mit der Freundschaft des tschetschenischen Gewaltherrschers Ramsan Kadyrow schmückte, was nicht unbedingt Vertrauen erweckt. An einen Mann, dessen Motivation für den Einstieg bei Xamax mindestens so nebulös war wie seine finanziellen Verhältnisse.

Der einzige positive Punkt an der Verbannung von Xamax ist die Tatsache, dass der absurde und von der Fifa erpresste 36-Punkte-Abzug gegen den FC Sion nun nicht mehr zum direkten Abstieg der Walliser führen kann. Zyniker könnten noch fordern, das Stade de la Maladière wie ein Weihnachtsguetzli aus dem Boden auszustechen und nach Zürich zu befördern, um dem FCZ und GC endlich eine taugliche Fussballarena zu bescheren.

Will die Swiss Football League ihr arg ramponiertes Ansehen wieder einigermassen aufpolieren, muss sie bei Klubverkäufen in Zukunft weit wachsamer sein und die rechtlichen Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie im Zweifelsfall ihr Veto einlegen kann. Die Juristen der Fussballweisen zu Muri bei Bern sind nach den peinlichen Geschehnissen im bisherigen Saisonverlauf ja bestens trainiert. Dass ein Präsident der Swiss Football League wie der inzwischen zurückgetretene Thomas Grimm öffentlich sagt, er habe keine Ahnung, ob Tschagajew den Betrieb von Xamax finanzieren könne, sein Konzept habe aber verlockend ausgesehen, darf nicht wieder vorkommen. Die Swiss Football League braucht eine Brille und härtere Waffen.

sprach zudem mit Experten, ehemaligen Spielern und Trainern
Erich Vogel war in den Jahren 1978 und 1979 Trainer von Xamax. «Was dieser Bulat Tschagajew in Neuenburg angerichtet hat, geht natürlich auf keine Kuhhaut», sagt der Zürcher. «Dass Xamax jetzt die Lizenz verliert, ist für mich überhaupt keine Überraschung. Das ist nur normal, es musste ja so kommen», so Vogel. Einen grossen Vorwurf macht der ehemalige Sportchef von GC, dem FCZ und Basel Sylvio Bernasconi, dem vormaligen Präsidenten von Xamax. «Er hätte den Klub niemals diesem dubiosen Geschäftsmann aus Tschetschenien verkaufen dürfen. Aber er wollte offenbar einfach so viel Geld wie möglich machen», sagt Vogel.

Vogel findet es für die Region schade, dass Xamax nicht mehr im Spitzenfussball vertreten ist. Er findet aber auch Gutes daran: «Xamax hat in den letzten Jahren keinen Nationalspieler herausgebracht. Die Nachwuchsarbeit wurde sträflich vernachlässigt. Dabei hätte Xamax mit dem Jura ein grosses Einzugsgebiet, um Talente zu sichten.» So gesehen sei es gar nicht schlecht, dass beispielsweise der FC St. Gallen wieder erstklassig werde. «Dort wird auch im Nachwuchs hervorragend gearbeitet.» Vogel denkt aber, dass Xamax einst wieder in den Spitzenfussball zurückkehren wird. «Aber das geht lange», vermutet er.

«Tschagajew hat Xamax ins Elend geritten»

Heinz Hermann führte Xamax 1987 und 1988 als Spielmacher zu den letzten zwei Meistertiteln der Vereinsgeschichte. «Das ist einfach nur himmeltraurig», sagt der Zürcher. Eine ganze Region werde für die Misswirtschaft eines einzigen Menschen bestraft. «Dieser Bulat Tschagajew hat Xamax regelrecht ins Elend geritten», so Hermann. Der Tschetschene sei seinen finanziellen Verpflichtungen in keiner Art und Weise nachgekommen. Er habe geradezu grobfahrlässig gehandelt. «Ich kann nicht nachvollziehen, was dieser Herr überhaupt für Motive hatte, einen Verein zu führen. Eigentlich fehlen mir die Worte.»

«Man hat das Lebenswerk von Gilbert Facchinetti zerstört»

Obwohl Lausannes Trainer Martin Rueda vom Lizenzentzug von Xamax profitiert und zumindest jetzt nicht mehr direkt absteigen kann, bedauert er die ganze Angelegenheit. «Was mit Xamax geschieht, ist extrem schade», sagt der Zürcher. Man habe das Lebenswerk des ehemaligen Präsidenten Gilbert Facchinetti zerstört. Eine ganze Region müsse darunter leiden. «Ich hatte als Spieler von 1995 bis 1998 drei wunderbare Jahre bei Xamax», erinnert sich der ehemalige Nationalspieler. Deshalb hänge sein Herz immer noch an diesem Verein.

FCZ-Sportchef Fredy Bickel spricht von einem Imageschaden für den Schweizer Fussball. «So etwas darf nie mehr passieren. Bulat Tschagajew hatte den Verein von der ersten Sekunde an überhaupt nicht im Griff», sagt Bickel. Für den Verein sei der Lizenzentzug eine Tragödie. «Eine ganze Region muss büssen.»

Quelle: Tagesanzeiger Online vom 18. Januar 2012

Presse: Vogels Debüt als GC-Captain

Der Testgegner hiess Biel. Über dem GC-Campus in Niederhasli hing der Hochnebel. Und auf dem Rasen machte der bald 35-jährige einen weiteren Schritt bei seinem Comebackversuch nach drei Jahren ohne Match im Profifussball: Der ehemalige Nationalspieler debütierte für GC. Er tat das gleich als Captain, weil sich Smiljanic einem kleinen arthroskopischen Eingriff am Knie unterziehen lassen musste.

Vogel agierte im Zentrum des defensiven Mittelfelds so, wie das Trainer Ciriaco Sforza von ihm erwartet. Er verlangte die Bälle, er löste die Angriffe aus, er dirigierte die Teamkollegen. Und er erzielte auf dem Weg zum 3:2-Erfolg mit einem Lob auch noch das 2:1. Sforza bilanzierte: «Zu sehen war, dass Vogel den Willen, die Einstellung und die Qualität hat, um ein wesentlicher Teil dieses Teams zu werden.»

Es war ein spielerisch ordentlicher Start für GC. Die Mannschaft dominierte weitgehend. Was ihr aber fehlte war die Schärfe im Abschluss. Toko und Zuber (zweimal) hatten bereits beste Chancen ausgelassen, als den Bielern mit ihrem ersten Angriff überhaupt das Führungstor gelang. Paiva traf mit dem Kopf zum 1:1. Callà, der nach einer weiteren längeren Verletzungspause sein Comeback gab, bereitete Feltschers 3:1 vor.

(Quelle: Online vom 12. Januar 2012)

Grasshopper Club Zürich - FC Biel 3:2 (1:1)
GC-Campus - Niederhasli
Tore: 27. Morello 0:1. 30. Paiva 1:1. 52. Vogel 2:1. 63. Feltscher 3:1. 81. Dussin 3:2

GCZ (1. Halbzeit): Bürki; Menezes, Kehl, La Rocca, Bertucci; Pavlovic, Toko, Vogel; Zuber, Paiva, Hajrovic

GCZ (2. Halbzeit): Taini; Menezes (56. Hossmann) Lang, Gülen, Bertucci (56. Bauer); Brahimi, Vogel (56. Landeka), Fejzulahi; Déble, Feltscher, Callà