Eugen Desiderato (Medien/PR), Raphael Binz (IG GC Züri) und Urs Linsi (Präsident)
(Bild: www.gcblog.ch)
In den letzten paar Tagen wurde darüber berichtet. Heute war es endlich soweit!
Im Zunfthaus zur Schmiede sassen mehr als 200 Fans mit der Vereinsleitung des Grasshopper Club Zürich zusammen und diskutierten über aktuelle Themen die in der letzten Zeit für viel Gesprächsstoff gesorgt haben. Die ganze Aktion wurde durch die IG GC Zürich organisiert. Der GCblog.ch war live mit von der Partie und hat euch eine Zusammenfassung des Abend gemacht.
Letzigrund
“Überall zahle, obwohl mer gliich nöd alles bruucht.”
Die Stadt habe beim neuen Mietvertrag keine Kündigungsfrist aufgeführt, erklärte Präsident Urs Linsi. Er beharrte aber auf eine entsprechende Klausel. In der Winterpause haben Linsi und Co. eine Senkung gefordert. Hierfür wollte man unter anderem die Gegentribüne auf die Rückrunde hin schliessen. Das Stadionmanagment hat aber klar dementiert: Es gibt keine Einsparmöglichkeiten!
Polizei- und Sicherheitskosten sind zu hoch und nicht akzeptierbar! Gewalt ist seit langem schon ein Fremdwort bei den GC-Heimspielen. Bis jetzt hat es gerade mal einen Flitzer und ein paar Fackeln gegeben. Pro Zuschauer/Spiel zahlt der Grasshopper Club Zürich 8 Franken an Sicherheitskosten. Zuviel des Guten! Es sind sich alle einig: Die Stadt muss dem Klub für sein korrektes und angebrachtes Verhalten entgegenkommen! Die Führung bedankt sich bei den Fans für Ihr Auftritt. “Das hätte uns das Genick gebrochen”, betonte Linsi.
Exil Aarau/Luzern
“Lieber i oisere Stadt sterbe, als nach Aarau zgah”.
Der Wegzug nach Aarau oder Luzern ist uns Fans seit Beginn ein Dorn im Auge.
Der Grasshopper Club Zürich gehört zur Stadt Zürich wie das Bellevue, Sächsilüüte, Zürisee und so soll es auch bleiben. Einen Wegzug ins Exil ist für viele schlichtweg keine Lösung und würde dem FC Zürich die Überhand geben.
“Lieber abstiege, als nach Aarau zgah”. Einige Fans wollen lieber in die erste Liga absteigen, als den Imageschaden und den Wegzug aus Zürich auf sich zu nehmen.
Linsi und Co können unsere Besorgnisse verstehen, appelieren jedoch darauf, auf Ihre Aktionen/Handlungen zu vertrauen. Die Fans fordern hierfür eine Perspektive die unsere Ungewissenheit ein wenig ins Abseit stellen kann. “Vor vier Jahr simmer us em Hardturm zoge, jetzt wend Ihr de gliichi Fähler nomal mache? Hät das dazumals nöd glanged?” klang es aus dem Publikum.
Fanlokal 65
“Wenn GC im Exil wäri, sind mir trotzdem no ide Stadt verträte!”
Wie bereits in den Medien zu lesen war, wird (hoffentlich) dieses Jahr ein Fanlokal eröffnet. Es war ein langer und harter Weg der sich schlussendlich gelohnt hat. Momentan wird das Lokal renoviert und aufgebaut. Hierfür sucht die IG GC Züri noch freiwillige Schreiner/Zimmermänner. Kontakt: info@ig-gcz.org.
Zusätzlich wurde eine Idee dementiert. Erinnerungen wie z.B. Hardturmstühle möchte man im Lokal unterbringen. Wer hierfür etwas freiwillig zur Verfügung stellen möchte, kann sich ungeniert melden.
Kosteneinsparungen/zusätzliche Einnahmen – Idee der Fans
“De Stadt Gründ geh, dass mir nöd alles bruched wo Sie ois vorschriibed!”
Wir müssen der Stadt zeigen, dass wir nicht auf alles angewiesen sind!
Wir müssen mehr Druck ausüben! Marcel Meier betonte aber, z.B. einen Streik in Sache Verpflegung würde nichts bringen. So schneiden wir uns nur selber ins Fleisch.
Die Stadt Zürich würde eine solche Aktion verkraften. Hier ein paar Vorschläge rund um das Thema Finanzen:
Kosteneinsparungen
- Gegentribüne schliessen (Stadionmanagement ist dagegen)
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- Sicherheit
Seit dem Einzug ins Letzigrund gab es maximal 2-3 Aktionen. Einen solchen Aufwand zu betreiben ist völlig sinnlos!
…
- Personal
Stewards, Deltas, Platzanweiser und Putzpersonal. Viel zu viele Leute werden angestellt und trotzdem stehen Sie teilweise nur rum. Auch hier könnte gespart werden!
zusätzliche Einnahmen
- eigenes Catering
Dass Essen ist schlecht. Teilweise sogar kalt oder roh. Das Preis/Leistungsverhältnis stimmt überhaupt nicht. Vorschlag: Einen eigenen Catering Betrieb auf die Beine zu stellen. Hierfür müssen jedoch bei der Stadt entsprechende Bewilligungen erlangt werden.
…
- Saisonkarten
Die Preise für Erwachsene erhöhen. Momentan ist der Preis für eine Saisonkarte sowieso günstig. Für die Jugendlichen soll es beim alten bleiben.
Ebenfalls wird eine Spend-Möglichkeit vorgeschlagen.
- Unterhaltsarbeiten durch Freiwillige beim GC-Campus Niederhasli.
…
- Gönner
Eine zusätzliche Gönner-Organisation der Fans gründen.
Stadt Zürich/Hardturmstadion
“Stadt wartet doch nume druff, dass mir nüme ume sind!”
Die Reaktion der Fans ist verständlich. Seit 1999 wird uns ein neuer Hardturm versprochen. Nun 12 Jahre später ist die Realisation eines neuen Stadions weit entfernt. Andere Städte wie Basel, Bern, St. Gallen oder gar Luzern haben es geschafft und der FIFA-Standort Zürich ist stark gefordert! Der Stadtrat begründet aber seinen Entscheid, den Budgetierungskredit vor kurzem gestrichen zu haben: “Die Stadt muss sparen!”.
Wir Fans wollen und möchten dieses Verhalten nicht mehr tolerieren!
Die Grasshoppers haben ein Recht auf ein eigenes Stadion, zumal uns seit Langem leere Versprechungen abgegeben wurden. Der ehemaliger GC-Präsident Fritz Peter hat einen Vorschlag (GCblog.ch berichtete darüber) namens “Nüsslistadion” vorgestellt.
Die Fifa würde 20 Millionen in ein Stadionprojekt investieren. Wo bleibt also das Problem? Baubewilligungen hin oder her, es kann nicht sein, dass wir seit Jahren leere Versprechungen erhalten! Eine Stadt, welche den Fussballtempel vor der eigenen Türe hat!
Unterschriften-Petition
“Mir händ jetzt scho über 5’000 Unterschrifte!”
Auf diese Zahl kann Raphael Binz von der IG GC Zürich stolz sein! Bis jetzt ist die Aktion ein riesiger Erfolg. Überall wird unterschrieben und aktiv mitgeholfen. Weiter so!
- Wer die Unterschriften per Post einreichen möchte, hat bis am Donnerstag, 03. März 2011 Zeit.
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- Morgen, Mittwoch 02. März 2011 sucht die IG GC Züri vor dem CUP-Spiel gegen den FC Sion 10-12 Freiwillige die sich bereit erklären, 1 1/2 Stunden vor Spielbeginn Unterschriften vor dem Letzigrund zu sammeln. Bei Interesse bitte sich direkt an die IG wenden: info@ig-gcz.org
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- Am Samstag 05. März 2011, ist schliesslich die letzte Gelegenheit Unterschriften abzugeben. Hierfür werdem ab 11:30 Uhr zusammen mit Spieler, Funktionäre, Politiker in der Stadt Zürich Unterschriften gesammelt. Nähere Infos findet Ihr auf der Homepage der IG GC Zürich!
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- Gemeinsame Aktion in Sache Stadionfrage: (Sa. 05. März)
Zeit: 15:00 Uhr
Ort: bei der Rathausbrücke
(Näheres wird noch bekannt gegeben!)
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- Am Montag, 07. März 2011 um 18:00 Uhr werden die gesammelten Unterschriften an den Stadtrat Gerold Lauber übergeben.
Die Aktion heute Abend war ein guter Schritt in die richtige Richtung. Die Meinung der Fans ist enorm wichtig, sofern man leben und bestehen will! Vorwärts GC Zürich, jetzt erst rächt! Euer GCblog.ch